Ethik in den Wissenschaften
Projekte
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Wien
- Programmlinie Wissenschaft und Ethik -
State of the art Studie:
Der aktuelle Stand der Ethik in den Wissenschaften in Österreich.
Auswirkungen, Perspektiven und Maßnahmen:
Allgemeine Projektbeschreibung
Hintergrundinformation:
Die generelle Dynamik in der Entwicklung der Wissenschaften, der Forschung und Entwicklung, das rasante Tempo in der Generierung neuer Wissensbestände sowie insbesondere die Gewinnung gesellschaftlich bzw. wirtschaftlich relevanter Erkenntnisse mit umfassenden und langfristigen Folgen erfordern die Integration ethischer Überlegungen in alle Phasen wissenschaftlichen Arbeitens und der nachfolgenden Wissensanwendung.
Die Programmlinie Wissenschaft und Ethik soll im Kontext nationaler, europäischer und globaler Entwicklungen und im Sinne des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu einer umfassenden wissenschaftlich fundierten und gesellschaftlich relevanten, transparenten Auseinandersetzung mit den Produktionsverfahren und Ergebnissen von F&E sowie deren Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Natur beitragen.
Als Untersuchung der "Wissenschaft und Ethik in Österreich" unter inter- sowie transdisziplinärer Perspektive entspricht das Forschungsprojekt einer ganzheitlichen Forschungsausrichtung und damit auch der Haltung der EU, näherhin der Generaldirektion "Forschung", die in der Ethik die zentrale Schlüsselaktivität zur Förderung des europäischen Forschungsraumes (ERA) sieht.
Ziele:
Die umfassende Analyse zum Stand der Ethik in den Wissenschaften in Österreich ist als Basis zu betrachten, um einerseits einen fundierten Ethik-Diskurs in Österreich in Gang zu setzen, den es andererseits - in Zusammenarbeit mit der "Europäischen Akademie für Lebensforschung, Integration und Zivilgesellschaft" (EALIZ) - international einzubetten gilt.
Mit einem solchen Konzept im Bereich "Wissenschaft und Ethik" bekommt Österreich zum ersten Mal die Chance, sich der europäischen und darüber hinaus auch der globalen Ethik-Herausforderung zu stellen und entsprechende, dafür notwendige infrastrukturelle, personelle und inhaltliche Rahmenbedingungen zu erkennen, um sie dann auch in konkrete Formen der Umsetzung und Anwendung zu transformieren. Das gegenständliche Vorhaben ist neben ihrer diagnostischen, prospektiven und proaktiven Wertigkeit auch als Voraussetzung einer repräsentativen Mitwirkung österreichischer WissenschafterInnen an der weltweit stattfindenden Ethik-Entwicklung und als Instrument weit reichender politischer Beratung zu sehen.
Durchführung:
Das Projekt gliedert sich in eine Beschreibungs-, eine Erklärungs- und eine Gestaltungsaufgabe und umfasst einen zweiphasigen Forschungsprozess:
- Phase 1 besteht in der sowohl quantitativen wie auch qualitativen Erhebung (auch prozessbegleitende Expertengespräche) und der daran anschließenden Verfassung des aussagekräftigen, druckreifen Zwischenberichts an das BMBWK. Die Deskription zentriert um Primär- und Sekundärerhebungen, wobei die aktuellen Möglichkeiten der Erhebung (Interneterhebung und moderne Dateien, die mit Informationstechnologien zugänglich sind) gleichermaßen eingesetzt werden.
Die gegenständliche Datenerhebung erfolgt auf der Ebene der:
a) Institutionen
b) Personen wie auch
c) Inhalte.
Die inhaltliche Perspektive wird ausdifferenziert nach:
a) Forschungsprojekten
b) Forschungsrichtungen anhand der oben angeführten Untersuchungsfelder
c) Symposien, Kongressen
d) Publikationen
e) Leitlinien / Ethik Codices
- Phase 2 gilt der Abhaltung von sieben Workshops (siehe Folder MENSCH SEIN) und parallel dazu verlaufenden ergänzenden Forschungsseminaren, die sich mit den eingegangenen Vorschlägen und Netzwerkperspektiven kritisch, systematisch und weiterführend auseinandersetzen zum Zweck der Entwicklung einschlägiger prospektiver Linien sowie zukunftsweisender Perspektiven für Österreich in infrastruktureller, organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht. Die Zielsetzung der Workshops ist eine nachhaltige Bearbeitung der State-of-the-art-Studie, um die Provision und damit die Anwendbarkeit in der Praxis der jeweiligen Ethikpolitiken sicher zu stellen.
Durch die flächendeckend angelegte Erhebung zur Erfassung, Erschließung und Verwertung des Datenmaterials gewinnt ggstl. Projekt die Dimension der Multidisziplinarität, die zu einer Transdisziplinarität im Ethikdiskurs weiterentwickelt werden soll. In die Datenerhebung werden auch Einrichtungen und Initiativen eingebunden, die auf unterschiedlichen Ebenen agieren, und zwar sowohl auf der Ebene der Grundlagenforschung und empirischen Forschung als auch auf der Ebene beratender Tätigkeit. Hier werden prospektiv Möglichkeiten, Perspektiven, Optionen von Kooperationsformen erschlossen und ein einschlägiger politischer Handlungsbedarf definiert die es synergetisch zu nutzen und angemessen umzusetzen gilt.
Durchführungszeitraum:
2005
Finanzierung erfolgt aus den Sondermitteln für F&E Offensive II
Auftraggeber:
BMBWK Wien
Geschäftsstelle des Arbeitsbereiches Wissenschaft und Ethik & Nachhaltigkeitsethik des BMBWK:
Europäische Akademie für Lebensforschung, Integration und Zivilgesellschaft - EALIZ http://www.ealiz.eu
hauptverantwortlich: MinRat Prof. DDr. Heinrich Badura Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Projektträger:
Universität Salzburg
http://www.igr.sbg.ac.at/mensch-sein
verantwortlich: Prof. DDr. Michael Fischer
Kontakt: Mag. Ingeborg Schrems Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.



